Samstag, 13. Juni 2009

Terminator: Die Erlösung

Ich war neulich im Kino und hab mir die Vorstellung "Terminator: Die Erlösung" angeschaut.
Ich war ganz erfreut als ich feststellen durfte, dass der Film ziemlich gut zu dem Thema "Cyborg" passt, welches wir auf dieser Webseite behandeln.

Das Geschehen des Films spielt sich größtenteils im Jahr 2018 ab. Auf der Erde herrscht Krieg zwischen den Menschen und den Maschinen. Diese Maschinen werden von dem Computersystem Skynet kontrolliert. Die neuste Erschaffung dieses Computersystems, die den Maschinen zum Sieg verhelfen soll ist unser Cyborg.
Bei dem Cyborg handelt es sich um Marcus Wright. Dieser war im Jahre 2003 noch ein Mensch und des Mordes angeklagt. Vor dem Vollzug seiner Hinrichtung spendete er seine Organe der Skynet Forschung. Im Jahre 2018 scheint Marcus jedoch wieder zum Leben erweckt zu sein und steigt aus einer Grube. Seine letzte Erinnerungen sind die seiner Hinrichtung. Bei der Begegnung mit dem Führer des menschlichen Widerstandes, John Connor, lernt er, dass er kein Mensch mehr ist, sondern eine von Skynet geschaffene Mensch - Maschine mit echtem Herzen, echtem Gehirn, einem menschlichen Äußeren, aber maschinellem Inneren. Was sonst keiner weiß und man erst später im Film lernt, ist, dass in seinem Hinterkopf ein Chip eingesetzt wurde, durch welches alle Informationen, die der Cyborg empfängt, an Skynet weitergeleitet werden. Somit wird Marcus unbewusst als Spion tätig und führt die Menschen direkt zu Skynet. Sobald dem Cyborg jedoch bewusst wird, was er getan hat, siegt der Mensch in ihm und er verhilft seinen menschlichen Freunden zum Sieg über Skynet.
Im Gegensatz also zu anderen bisheringen Terminatoren ( in vorrigen Filmen ), die ganz Maschine und nur mit menschlicher Haut bedeckt waren, hat dieser Terminator Gefühle und glaubt auch die ganze Zeit fest an seine menschliche Seite. Nicht nur, dass dieser Terminator Gefühle für seine Mitmenschen hegen kann, auch seine Mitmenschen bauen Gefühle zu ihm auf und akzeptieren ihn als Menschen. Am Ende des Filmes spendet Marcus John Connor, welcher im Sterben liegt, sogar sein Herz, um diese zweite Chance zu nutzen und das was er im früheren Leben falsch gemacht hat, wieder gut zu machen. Auf diese Art und Weise stirbt Marcus als Mensch und nicht als Maschine.


Wie in Phillip K. Dicks Roman " Do Androids dream of electric sheep " ( Buchvorlage zum Film "Blade Runner" ), muss auch hier die Menschlichkeit überprüft werden ( siehe Blogeintrag "Können Cyborgs eine Seele haben" ) .
Bei Phillip K. Dick jedoch, bleiben die Mensch - Maschinen gefühlskalt. Menschliche Erinnerungen können diese dennoch haben, wenn diese ihnen eingepflanzt wurden. Ein Android, wie bei Phillip K. Dick, darf aber nicht mit einem Cyborg, wie in "Terminator: Die Erlösung", verwechselt werden. Denn Androiden sind nur Roboter, die Menschen zum Verwechseln ähnlich sehn, im Gegensatz zu Cyborgs die zusätzlich auch menschlich handeln und nur in ihrer Leistungsfährigkeit verbessert werden.
Interessanter Weise, gab der Regiesseur von "Terminator: die Erlösung", Joseph „McG” McGinty Nichol, seinem Produktionsteam, zur Einstimmung der futuristischen Atmosphäre, sogar die Aufgabe, Phillip K. Dicks Roman "Do Androids dream of electric sheep" zu lesen.



Quellen:

"Terminator: Die Erlösung" ( 2009, Regie: Joseph „McG” McGinty Nichol )
http://derstandard.at/fs/1242317368010/Terminator--Die-Erloesung--der-Reiz-geht-im-Kriegsgetuemmel-verloren

2 Kommentare:

  1. Eine Anmerkung zu Terminator muss ich machen:

    In Terminator 2- Judgement Day- Director´s Cut sagt der T-800 (Arnold Schwarzenegger), dass er aufgrund seiner Festplatte fähig ist, neue Informationen aufzunehmen und sich wieter zu entwickeln. Skynet schaltet diese Funktion jedoch aus, warouf John und Sarah Connor diesen Stör-Chip entfernen. Der Terminator ist nun in der Lage, neue Eindrücke zu gewinnen. So bringt ihm John bei, zu lachen, und gegen Ende erklärt er, er verstehe nun, warum Menschen weinen, dass er das aber nie tun könne.(Weil er keien Emotionen erzeugen könne oder weil ihm die Tränenflüssigkeit fehlt?)
    SPOILER:
    Außerdem opfert er sich am Ende für die Menschheit und wählt den Freitod, allerdings "könne er sich nicht selbst terminieren"(weil Maschinen eben keinen eigenen Willen besitzen!)
    Hier stellt sich eben nun die Frage wie weit sich die Cyborgs weiterentwickeln können, wenn selbst eine Killer-Maschine den "Wert des Lebens" , wie Sarah am Ende sagt, zu schätzen lernen könne.

    AntwortenLöschen
  2. Nachtrag:
    Quelle:
    Terminator 2 - Judgement Day, DC (USA 1991); R: James Cameron

    AntwortenLöschen